netzwerk terrorismusforschung

 

Bernd Zywietz

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Email: zywietzb(at)uni-mainz.de
 


 

Dissertationsprojekt

Arbeitstitel:
Terrorismus(-)Erzählen im Spielfilm. Einzelkonflikte - Genre - Terroristentypen  

Betreuer:
Prof. Dr. Susanne Marschall (Tübingen)

Abstract:
Einzelne Untersuchungen zur RAF im Film oder dem Terrorismus im Action-Blockbuster Hollywoods gibt es zwar bereits. Jedoch konzentrieren sie sich weniger auf das Phänomen Terrorismus als auf einzelne Ereignisse, Konflikte oder Darstellungsformen. Eine übergreifende Systematisierung des Terrorismus im Film steht denn auch noch aus – eine Lücke, die ich mit meiner Arbeit schließen möchte. Von verschiedenen Seiten her soll dabei das Phänomen in seiner Repräsentation beleuchtet werden, um ein solides Ordnungssystem zu erarbeiten, in dem die mannigfachen Formen von Terrorismusfilmen und der wissenschaftlichen Untersuchungen verortbar – und miteinander vergleichbar – werden.
Sowenig es den Terrorismus gibt, sowenig gibt es den Terrorismusfilm. In Actionabenteuern und Politthriller, Satiren, Science Fiction und Historienfilm findet sich der Terrorismus im Kino wieder. Entsprechend betrachte und untersuche ich Filme zum Thema Terrorismus hinsichtlich des jeweiligen Genres und seiner Funktion. Einzelne Standartsituationen und die Darstellung typischer Terrorismustaktiken, die immer auf reale Gegebenheiten und ihre Bilder zurückzuführen sind, analysiere ich und erarbeite eine Typologie der Figur des Terroristen bzw. der Terroristin sowie weiterer Akteure (der Opfer, des Staates etc.) unter ästhetischen und dramaturgischen Aspekten. Der Vergleich einzelner Nationen, Konflikte und jeweilige Kinematografien (Deutschland, Nordirland, USA u. Indien) sollen schließlich Gegenstand meiner Arbeit sein, um zu klären, inwieweit Unterschiede in der Darstellung und Interpretation einzelner Terrorismen eine Frage der Nähe ist bzw. inwiefern sich filmischer Terrorismus auch international differenziert.
Schließlich möchte ich darlegen, ob und wie die filmische Repräsentation von Terrorismus Einfluss auf die Wahrnehmung und Vorstellungswelt des Publikums haben mag, was filmischen von realem Terrorismus unterscheidet, wo sich Grenzen der entsprechenden fiktionalen Behandlung finden und inwieweit Spielfilme mit „ihrem“ Terrorismus für das Verständnis des Begriffs und Phänomens von Nutzen und Bedeutung sein können.

Studium/ Forschungstätigkeit

Seit 2011: Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft 

2008 - 2010: Promotionsstudium als Graduiertenstipendiat der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2002 – 2007: Studium an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in den Fächern Publizistikwissenschaft und Filmwissenschaft, Abschluss: Magister Artium

2001 – 2002: Studium an der J. W. Goethe Universität in Frankfurt a. M. in den Fächern Germanistik und Allgemeine u. Vergleichende Literaturwissenschaft

Diverse Praktika u. Hospitationen im Medienbereich (u.a. ZDF, Hessischer Rundfunk, epd film)

Arbeit u.a. als Redakteur, Journalist u. Publizist im Bereich Film u. Medien

Vorträge und Veröffentlichungen

„Terrorismus in Bollywood. Die Verarbeitung ethnoreligiöser und politischer Gewalt im populären Hindi-Film“, in: Susanne Marschall (Hrsg.): Indiens Kinokulturen. Geschichte – Dramaturgie – Ästhetik. Marburg (erscheint 2011)

„Narrative Coping With Naxal Violence. Red Alert - The War Within and Mainstream Hindi Cinema's Story Strategies.“ In: Pradip Basu (Hg.): The Impact on Naxalite Movement on Cinema. Kolkata: Setu Prakashari (erscheint voraussichtl. 2012).

 „Die pornographische RAF. Von der Angemessenheit der Terrorismusdarstellung im Kinofilm Der Baader Meinhof Komplex.“ In: Franz-Josef Deiters et al. (Hg.): Limbus - Australian Yearbook of German Literary and Cultural Studies. Vol. 4 - Terror und Form / Terror and Form. Freiburg i. Br./Berlin/Wien: Rombach, S. 123-138   

„Blut und Tränen in der Traumfabrik. Hier wird nicht nur gesungen und getanzt: Das Verhältnis zwischen dem indischen Terrorismus und Bollywood ist unbequem“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Dez. 2008, S. 41

Tote Menschen sehen. M. Night Shyamalan und seine Filme. Mainz 2008.

„Sinn und Seele des Fantastischen. Der Regisseur und Drehbuchautor M. Night Shyamalan“, in: film-dienst, Nr. 12/2008, S. 6–8

Mitherausgeber u. Autor von: Mythos 007. Die James-Bond-Filme im Fokus der Popkultur. Mainz 2007

„Geheimniskrämerei. Vom politischen und paranoiden Geschäft der Agenten und Spione im Film“, in: Screenshot, Nr. 26 (2005), S. 14–17

 

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