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Bettina Suleiman (geb. Köthke)

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Dissertationsprojekt

Arbeitstitel:
Das Argument der Selbstverteidigung im Israel-Palästina-Konflikt

Betreuer:
Prof. Dr. Georg Meggle, Institut für Philosophie der Universität Leipzig

Abstract:
Das Argument der Selbstverteidigung ist eine zentrale Rechtfertigungsstrategie für Militäraktionen im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Damit das Argument im Einzelfall gültig wird, müssen die folgenden drei Elemente gerechtfertigt werden: 1) das Recht auf individuelle Notwehr, 2) das Recht auf kollektive Selbstverteidigung, und 3) die Einordnung bestimmter Militäraktionen gegen gegnerische Ziele unter das Recht auf kollektive Selbstverteidigung.

Die Arbeit betrachtet das Problem aus rechte- und vertragstheoretischer Perspektive (insbesondere Wesley Hohfeld und Michael Walzer). Sie analysiert die Rechtebeziehungen erstens zwischen individuellem Angreifer und Verteidiger, zweitens zwischen Individuum und Gemeinschaft, und drittens zwischen Angreifer- und Verteidigergemeinschaft. Das Recht auf kollektive Selbstverteidigung wird im Ergebnis konstruiert als ein Anspruchsrecht der Individuen auf Verteidigung durch ihre Gemeinschaft einerseits, und ein Freiheitsrecht der Verteidigergemeinschaft auf Verteidigung gegen die Angreifergemeinschaft andererseits. Daran anknüpfend untersucht die Arbeit die Zulässigkeit der Selbstverteidigungs-Argumentation für spezifische Gewaltakte im Israel-Palästina-Konflikt. Relevante Argumente sind u. a. „supreme emergency“, „forced choice“, und die Doctrine of Double Effect. Bewertet wird die Zulässigkeit v. a. von Gewalt gegen Nonkombattanten einschließlich Terrorismus, von präventiver und präemptiver Selbstverteidigung, von „targeted killings“, und von Folter.

Studium/ Forschungstätigkeit

Seit 10/2006 Forschungsaufenthalt an der Universität Haifa

Seit 10/2005 Promotionsstipendiatin der Friedrich-Naumann-Stiftung

2005/06 Lehrbeauftragte am Institut für Philosophie, Universität Leipzig

2004/05 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie, Universität Leipzig

1997-2002 Studium der Philosophie und Germanistik an der Universität Leipzig

Vorträge/ Veröffentlichungen

„Das Argument der Selbstverteidigung im Israel-Palästina-Konflikt“, in: Georg Meggle (Hrsg.), Deutschland – Israel – Palästina. Streitschriften. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt, März 2007, (veröffentlicht unter dem Namen Bettina Köthke).

„Recht auf Notwehr? Moralphilosophische Überlegungen zum gegenwärtigen Krieg im Nahen Osten“. 26.07.2006. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23194/1.html, (veröffentlicht unter dem Namen Bettina Köthke).

„The Role of Conventions in Opposing the Self-Defense Argument for Palestinian Terrorism“. Konferenzbeitrag, „Interrogating Terror“, Second Annual Conference, Centre for Applied Philosophy, Politics and Ethics (CAPPE), University of Brighton. 12.-14.09.2007.

„The Moral Right for Collective Self-Defense“. Vortrag, Ph.D. Colloquium, Department of Philosophy, University of Haifa. 10.06.2007.

„Das moralische Recht auf kollektive Selbstverteidigung“. Vortrag, Philosophisches Kolloquium, Institut für Philosophie, Universität Leipzig. 18.04.2007.

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