netzwerk terrorismusforschung

 

Carsten Müller

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Dissertationsprojekt

Arbeitstitel:
Terrorismus & Internationaler Markt

Abstract:
Qualität und Intention der Gewaltdelinquenz haben im vergangenen Jahrzehnt in den Augen der Bevölkerung zugenommen. Der Terrorismus hat mit den verheerenden Anschlägen vom 11. September 2001 einen Höhepunkt erreicht. Viele Industrienationen haben durchgreifende Rechtsänderungen vorgenommen, um der neuen Bedrohung zu begegnen. Es wurde erkannt, dass koordinierte internationale Zusammenarbeit bis hin zu überstaatlichen Militäreinsätzen notwendig ist, um den Frieden im eigenen Land zu sichern.
Die Arbeit beschäftigt sich mit Ursachen und Berechenbarkeit von Terrorismus und der schweren Organisierten Kriminalität. Beide sind in ihren Auswirkungen als störendes Element innerhalb der Gesellschaft sehr ähnlich. Sie mindern den volkswirtschaftlichen Nutzen und hindern das friedliche, gedeihliche Zusammenleben. Zielstellung der Arbeit soll es sein, den Ansatz eines geeigneten ganzheitlichen Bekämpfungskonzeptes zu entwickeln, deren Übertragung in die Praxis möglich erscheint. Hierzu werden Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaftsgebieten miteinander verknüpft.
Die Arbeit begründet damit den Versuch der interdisziplinären Forschung. Sie basiert auf politischen, soziologischen und rechtswissenschaftlichen Grundannahmen. Aus diesen werden verschiedene betriebs- und volkswirtschaftliche Modelle entwickelt, berechnet und grafisch veranschaulicht. Terrorismus wird als Anreiz basierend betrachtet. Durch das Hinterfragen der Anreize lassen sich theoretische Erklärungsansätze entwickeln, die letztlich eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit von terroristischen Aktivitäten innerhalb eines Landes zulassen.

Studium/ Forschungstätigkeit

Seit 1990 Polizeibeamter

2000-2007 Studium der Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre an der FernUniversität Hagen. (Diplomarbeit zum Thema: „Entwurf und Realisierung eines polizeilichen Vorgangsbearbeitungsprogramm.“ )

2004-2007 Studium der Verwaltungswirtschaft an der Fachhochschule des Bundes. (Diplomarbeit zum Thema „Einführung von betriebswirtschaftliche Kennzahlen in die Finanzermittlung.“ )

Seit 2007 Externenpromotion.

Seit 2008 Studium der Kriminologie & Polizeiwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

Forschungsschwerpunkte und wissenschaftliche Arbeiten:

Wirtschaftswahrscheinlichkeitenrechnung – Im Zusammenhang mit der Ermittlung gegen Geldwäsche stehen die staatlichen Exekutivorgane oft vor einem Nachweisproblem. Ermittlungen zum Monetary Laundering, einschließlich gerichtlicher Beschlüsse sind nur dann zulässig, wenn bereits Anhaltspunkte für strafbares Verhalten vorliegen. Eben dieses strafbare Verhalten kann aber erst durch den „Blick in die Bücher“ nachgewiesen werden. Der Wirtschaftswahrscheinlichkeitenansatz schließt die Lücke zwischen dem Nachweisproblem und dem Eingriff in die Rechtsgüter eines Verdächtigen.

franchising by terror – Terrorismus ist kein einzelnes Netzwerk. Vielmehr lassen sich innerhalb der verschiedenen terroristischen Akteure unterschiedliche Fähigkeiten, Spezialisierungen und auch Wissensaustausch erkennen. Gibt es damit ein „Made by Al Qaida“?

terroristische balanced scorecard (tbs) – Die tbs ist eine bildliche Darstellung der wahrscheinlichen Betroffenheit eines Landes mit vergangenen und zukünftigen terroristischen Aktionen. Sie trifft damit eine Gefahrenaussage im Zusammenhang mit Terrorismus. Grundlage ihrer Berechnung sind über 50 verschiedene soziale, ökonomische, politische und rechtliche messbare Daten eines Landes oder einer Region. Sie ist Bestandteil der Dissertation.

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