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Jana Hertwig

Kontakt


Volluristin
Dr. iur. Jana Hertwig, LL.M. (Eur. Integration)
E-Mail: jana.hertwig at gmx.de

 

 

 

 

Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

Arbeitstitel:
Die Bekämpfung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen im Rahmen der Europäischen Union (Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik)

Betreuerin:
Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer (TU Dresden, Juristische Fakultät)

Abstract:
Europa ist mit neuen Bedrohungen konfrontiert, „die verschiedenartiger, weniger sichtbar und weniger vorhersehbar sind“. So hat es die EU in der Europäischen Sicherheitsstrategie vom Dezember 2003 formuliert. Dabei sieht die EU in der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen die „potenziell größte Bedrohung für unsere Sicherheit“ und fügt hinzu: „Am erschreckendsten ist der Gedanke, dass terroristische Gruppierungen in den Besitz von Massenvernichtungswaffen gelangen.“
Die EU hat auf diese Bedrohungen reagiert. In Umsetzung der Europäischen Sicherheitsstrategie hat der Europäische Rat zeitgleich die Strategie der EU gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen angenommen, die als Grundlage für das Dissertationsprojekt dient.
In einem theoretischen Teil wird die Vereinbarkeit der Strategie mit europa- und völkerrechtlichen Bestimmungen eingehend untersucht und maßgebliche EU-Akteure im Kampf gegen die Proliferation vorgestellt, allen voran die Persönliche Beauftragte des Generalsekretärs und Hohen Vertreters für die GASP für Fragen der Nichtverbreitung. In dem sich anschließenden praktischen Teil wird der Frage nachgegangen, ob, und wenn ja, wie die EU ihre theoretischen Vorstellungen in der Praxis umsetzt, und wie erfolgreich die EU im Hinblick auf Problemfälle – wie beispielsweise Iran – auftritt.

Studium

1994-2001: Studium der Rechtswissenschaften an der TU Dresden
2001-2003: Rechtsreferendariat am Landgericht Chemnitz mit Auslandsstation in Sri Lanka
2003-2004: LL.M.-Masterstudium „Europäische Integration“ an der TU Dresden
2005-2009: Promotion zum Dr. iur. an der Juristischen Fakultät der TU Dresden

Wissenschaftlicher Werdegang

Oktober 2004-Februar 2009: wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Völkerrecht, Recht der EU und Internationale Beziehungen, Juristische Fakultät, TU Dresden

Mai 2008: Stipendiatin der Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden für die Teilnahme als Beobachterin an der Diplomatic Conference on Cluster Munitions in Dublin

März-Dezember 2009: Projektleiterin des internationalen, wissenschaftlichen Symposiums „20 Jah-re Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen“, Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Berlin

seit Januar 2010: wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc), Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht, Ruhr-Universität Bochum, u.a.:
- stellvertretende Chefredakteurin und Mitglied im Editorial Board der Fachzeitschrift „Humanitäres Völkerrecht“ und der Informationsblätter „Bofaxe“
- Forschung zur Transformation der Streitkräfte, hierbei Leiterin des aus Drittmitteln des Rektorats geförderten Forschungsprojekts „Staatliche Fürsorgepflicht und Streitkräfte: Rechtliche Aspekte der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Bundeswehrsoldaten“
- Organisation von Tagungen für Rechtsreferendare und Offiziere der Streitkräfte sowie Organi-sation der alljährlichen Tagung der Rechtsberater und Rechtslehrer der Bundeswehr und des Deutschen Roten Kreuzes
- Dozentin im Masterstudium „Humanitarian Assistance” des IFHV und an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum (Wintersemester 2010/11: Seminar zu Piraterie)

Veröffentlichungen

Herausgeberschaften
Global Risks – Progress by Developing Structures of World Order through Law, Economics and Politics, Mitherausgeberin, in: Sabine von Schorlemer (Hrsg.), Dresdner Schriften zu Recht und Politik der Vereinten Nationen, Peter Lang Verlag, Band 14 (2010).

Die Europäische Union und die Bekämpfung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen. Theorie und Praxis der europäischen Nichtverbreitungsstrategie, Dissertation, in: Sabine von Schor-lemer (Hrsg.), Dresdner Schriften zu Recht und Politik der Vereinten Nationen, Peter Lang Verlag, Band 13 (2010).


Buchbeiträge / Aufsätze
Das Verbot von Streumunition nach dem Oslo-Übereinkommen und Investitionen in Streumunition entwickelnde bzw. herstellende Unternehmen, gemeinsam mit J. Norpoth, in: Zeitschrift für Huma-nitäres Völkerrecht Heft 3 (2010), S. 146-154.

Ein erster Schritt zur Umsetzung der Europäischen Sicherheitsstrategie – Die Strategie der EU zur Bekämpfung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, in: Die Friedens-Warte Heft 4 (2009), S. 73-110.

Der Oslo-Prozess: multilaterale Verhandlungen über ein völkerrechtlich verbindliches Verbot von Streumunition (Oslo, Lima), in: Zeitschrift für Humanitäres Völkerrecht Heft 4 (2007), S. 219-231.

Frauen, Frieden, Sicherheit: die Umsetzung der Sicherheitsratsresolution 1325 (2000) durch die Bundesrepublik Deutschland, in: Sabine von Schorlemer (Hrsg.), Die Vereinten Nationen und neuere Entwicklungen der Frauenrechte (2007), S. 313-367.


Paper
Übereinkommen über ein Verbot von Streumunition in Kraft getreten, in: Institut für Friedenssiche-rungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (Hrsg.), Bofaxe, Nr. 353D, 24.08.2010, http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifhv/.

Der Nukleare Nichtverbreitungsvertrag auf dem Prüfstand – Wichtige Fortschritte mit der 8. Über-prüfungskonferenz 2010?, in: Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (Hrsg.), Bofaxe, Nr. 345D, 02.06.2010, http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifhv/.

A More Stable and Secure Afghanistan – Follow-up of the 2010 London Conference, in: Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (Hrsg.), Bofaxe, Nr. 333E, 16.02.2010, http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifhv/.


Konferenzberichte
Das Verbrechen der Aggression – Die Weiterentwicklung des IStGH-Statuts, Diskussionsforum der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen und des Deutschen Roten Kreuzes am 3. Mai 2010 in Berlin, in: Zeitschrift für Humanitäres Völkerrecht Heft 2 (2010), S. 102-103.

20. Tagung zum Humanitären Völkerrecht vom 19. bis 20. März 2010 in Bad Mergentheim, gem. mit K. Schöberl, in: Zeitschrift für Humanitäres Völkerrecht Heft 2 (2010), S. 98-101.

The Oslo Process on Cluster Munitions: Outcomes of the Follow-up Conferences in Vienna (2007) and Wellington (2008), in: Zeitschrift für Human. Völkerrecht Heft 1 (2008), S. 47-48.

Convention on Cluster Munitions Agreed in Dublin on 30 May 2008, in: Institut für Friedenssicher-ungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (Hrsg.), Bofaxe, No. 321E, 05.06.2008, http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifhv/.


Rezensionen
Robert Kolb, An Introduction to the Law of the United Nations, Oxford and Portland, Oregon (2010), in: Zeitschrift für Humanitäres Völkerrecht Heft 2 (2010), S. 104.

Elke Schwager, Ius bello durante et bello confecto. Darstellung am Beispiel von Entschädigungsan-sprüchen der Opfer von Antipersonenminen (2008), in: Zeitschrift für Humanitäres Völkerrecht Heft 3 (2008), S. 195-196.

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