netzwerk terrorismusforschung

 

Maren Richter

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Dissertationsprojekt

Arbeitstitel:
Terrorismus und moderner Personenschutz: die bedrohte Sicherheit – Antworten des Staates auf den Terrorismus 1970 bis 1998 in der Bundesrepublik Deutschland

Betreuer:
Prof. Dr. Martin H. Geyer, Ludwig-Maximilians-Universität München

Abstract:
Im Zentrum des Vorhabens steht die These, dass der Terrorismus seit den 1970er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland eine neue, spezifische Art von Personenschutz hervorbrachte. Diese wurde hervorgerufen durch eine alle staatlichen und gesellschaftlichen Organe und Repräsentanten betreffende – und damit für die Sicherheitsbehörden diffuse Bedrohung durch den Terror. In einem ersten Schwerpunkt werden die Personenschutzmaßnahmen als staatliche Reaktionen auf den Terrorismus sowie die veränderte Wahrnehmung von Sicherheit durch die Schutzpersonen und durch die Öffentlichkeit untersucht. In einem zweiten Schwerpunkt „Innere Sicherheit“ steht die Frage im Mittelpunkt, ob und in welchem Umfang eine neue Wahrnehmung von Sicherheit in den Behörden seit den 70er Jahren zu stärker ausdifferenzierten Sicherheitsstrukturen geführt hat. Anhand einer Mentalitäts- und Wahrnehmungsgeschichte der Sicherheit mittels Zeitzeugeninterviews wird das Projekt somit die Durchdringung der Gesellschaft und der Politik durch die neue Kategorie Sicherheit nachzeichnen, den immer stärkeren Sicherheitsdiskurs seit den 70er Jahren aufzeigen und soziologische Phänomene der modernen Gesellschaft wie Abschottung, Begrenzung und Überwachung historisch einordnen.

Studium und weitere Tätigkeiten

Oktober 2009 Beginn des Dissertationsprojektes

2008-2009 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Kundus / Afghanistan.

2003-2008 Ludwig-Maximilians-Universität München, Magister Artium (M.A.) in Neuerer und Neuester Geschichte, Mittelalterlicher Geschichte und Interkultureller Kommunikation (Schriftliche Abschlussarbeit: „Die Europäische Menschenrechtskonvention als Grundlage einer europäischen Wertegemeinschaft. Idee und Realität“)

2006-2007 Auswärtiges Amt, Berlin, Abteilung Globale Fragen, Referat Krisenprävention und Friedenskonsolidierung im Bereich des Polizeiaufbaus in Afghanistan

2005 Wissenschaftliche Mitarbeit am Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte, Prof. Dr. Hans Günter Hockerts.

Vorträge und Veröffentlichungen

„‚Prädiskursive Öffentlichkeit’ im Absolutismus? Zur Forschungskontroverse über Öffentlichkeit in der Frühen Neuzeit“, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 9 (2008), S. 460–475.

„Heimkehr nach 77 Jahren. Am 4. Juli wird die neue US-Vertretung am Pariser Platz eröffnet – Amerikaner wieder am historischen Standort“, in: DIE WELT vom 02.07.2008, S. 30.

„Schloss Schönhausen“, in: DIE WELT vom 13.06.2008, S. 35.

„Historischer Tourist: Tagung für Charles S. Maier“, in: DIE WELT vom 09.06.2008, S. 25.

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